„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“ – Dietrich Bonhoeffer
Bei noch etwas Sonnenschein starteten wir in den letzten ganzen Tag in Kolding. In der Gruppenstunde ĂŒberlegten wir heute, welches Ich-Bin-Wort uns eigentlich am ehesten angesprochen hat und zu welchem wir vielleicht auch gar keinen richtigen Zugang bekommen haben. Es zeigte sich, dass vor allem das Brot, das Licht und der Hirte fĂŒr unseren Teilnehmenden sehr greifbar waren und ihnen etwas fĂŒr ihren persönlichen Glaubensweg gaben. AuĂerdem schauten wir, ob sich unser Beziehung zu Gott durch die Freizeit verĂ€ndert hat. In der ersten Gruppenstunde hatten wir uns auf einem Marktplatz platziert, um diese Beziehung symbolisch auszudrĂŒcken. Dieses Bild wurde heute nochmal rausgeholt und geschaut, ob wir uns heute anders platzieren wĂŒrden. AnschlieĂend wurde noch die gesamte Freizeit reflektiert. Hier zeigte sich wieder, dass unsere KĂŒche einfach unschlagbar ist, denn das Essen wurde durchweg gelobt.
Nach dem Mittagessen stand Kofferpacken und ZimmeraufrĂ€umen auf dem Programm. Zweites war im ein oder anderen Zimmer eine fast unlösbare Aufgabe, wir sparen uns hier die Bilder. Die Deadline fĂŒrs AufrĂ€umen war 16 Uhr, das haben die meisten auch geschafft. Noch vor 16 Uhr wurde das Lager fĂŒr die Nacht bezogen. Damit wir nicht Samstagmorgen noch alles putzen mĂŒssen, wird das Haus bereits am Freitag gereinigt und alle schlafen in der Turnhalle. Dort hatten die Mitarbeitenden bereits Matten bereitgelegt. Nach dem Motto „Viele HĂ€nde – schnelles Ende“ wurden Badezimmer und Flure gereinigt, wodurch dann bis zum Abendessen noch etwas Zeit zum Ausruhen blieb. Der Versuch unser 3000 Teile Puzzle zu lösen, scheiterte leider klĂ€glich. [HĂ€tten wir einen Tag eher angefangen, hĂ€tte es bestimmt geklappt.]
Zum Abendessen kamen heute die Reste der letzten Woche auf den Tisch. TatsĂ€chlich ist es uns immer sehr wichtig, dass wir alles verarbeiten und nicht viel wegschmeiĂen mĂŒssen. So gab es verschiedene NudelauflĂ€ufe, Currywurst und Gyros.
Da nach dem gemeinsamen Start am Morgen bereits die Anlage aus dem Meetingraum in den AnhĂ€nger verladen wurde, feierten wir heute Abend ein mehr oder weniger akustisches Meeting. Wer sich jetzt nur eine Gitarre vorstellt, kennt unsere Musiker nicht. Unsere Besetzung: Geige, Cello, Akustikgitarre, Cajon, Gesang und E-Piano der Schule. Etwas ruhiger aber nicht weniger stimmungsvoll feierten wir Meeting. Luke erzĂ€hlte uns in seiner Predigt vom kleinen Ich bin Ich, dass herausfinden will, wer es eigentlich ist. AuĂerdem verteilten wir hier auch die Segenskarten. Die Mitarbeitenden suchen fĂŒr jeden Teilnehmenden aus der Kleingruppe ein persönliches Segenswort heraus, welches ihnen zugesprochen wird. Dies bekommen die Teilnehmenden in einer Karte, die auch noch ein paar persönliche GruĂworte enthĂ€lt. Und auch die Mitarbeitenden bekamen von ihren Gruppen ein solches Wort zugesprochen. Bei dieser schönen Geste floss auch das ein oder andere TrĂ€nchen. Im Anschluss an das Meeting schauten wir uns einen Trailer fĂŒr 2027 an, denn es geht nach Undeland in Norwegen. Dort waren wir bereits 2015 und 2021 als Gemeinde, weshalb es einige authentische Bilder und Videos gab. Und auch die Freizeitfilme von 2024 und 2025 wurden geschaut, wobei bewusst wurde, wer schon das zweite oder dritte Mal mit unser unterwegs ist.
Die Abendandacht fand heute im Essenssaal statt, war dadurch aber nicht weniger besucht. Zoe und Nik nahmen uns an diesem letzten Abend mit ihren Gedanken mit. Im Anschluss daran, machten sich alle auf den Weg in die Turnhalle, um das Schlaflager zu beziehen. Bei Hockey und viel Gequatsche ging es in die Nacht.






