„Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.“ – Franz Kafka

Heute morgen weckte uns wieder die Sonne. Langsam merkt man auch, dass wir schon einige Tage hier sind, denn gestern war es doch erstaunlich schnell ruhig auf den Fluren, da die Müdigkeit den ein oder anderen eingeholt hat. Vielleicht ist das dann auch der Grund, warum heute alle pünktlich, wenn auch mit ziemlich müden Gesichtern, beim Frühstück waren.

In der Gruppenstunde ging es heute um den Vers Johannes 10,9 „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ Zum Start mussten die Teilnehmenden aber erstmal die Tür zum Gruppenraum durch ein Rätsel öffnen. Hier waren Bibelwissen und Logik gefragt. Bei der Erarbeitung des Verses beschäftigten wir uns dann mit Fragen wie „Durch welche Türen bist du schon in deinem Leben gegangen?“ oder „Wie sieht eigentlich deine „Glaubens-Tür“ aus? Offen? Verschlossen? Angelehnt? Bewacht?“. Zum Abschluss der Stunde wurde diese dann symbolisch gestaltet.

Am Nachmittag konnte bei verschiedenen Angeboten das gute Wetter genossen werden. Eine Gruppe ging auf „Marcus-Wanderung“. Solche Wanderung haben einen gewissen Ruf, da ein als kleiner Spaziergang getarnter Gang schnell zum Abenteuer wird. Für andere stand Beauty auf dem Programm. Bei entspannter Musik wurde die strapazierte Haut mit Heilerde behandelt und die Sonne genossen. Wer sich lieber sportlich betätigen wollte, konnte dies in der Sporthalle tun. Am Ende des Nachmittags waren unsere Rettungsschwimmer dann auch wieder am Steg und es konnte geschwommen werden.

Zum Abendessen gab es heute einen echten skandinavischen Klassiker: Köttbullar mit Rahmsauce, Erbsen, Preiselbeeren und Kartoffelschü. [Nein hier liegt kein Rechtschreibfehler vor! In Anlehnung an unseren Küchenchef heißt es so. Deshalb war heute auch ein Foto von ihm im Küchenrätsel.]

Im Meeting am Abend erzählte Marlene uns, dass Gottes Tür immer für uns offensteht. Wir müssen uns aber bewusst entscheiden, ob wir durch die Tür gehen oder eben nicht. Da wir für unsere Teilnehmenden keine Kosten und Mühen scheuen, gab es heute im Meeting sogar Bläser bei der Musik.

Wer denkt, dass heute ein ziemlich entspannter Tag sei, hat sich zu früh gefreut. Da Wölfe vor allem dämmerungs- und nachtaktiv sind, ging der Kampf gegen diese heute Abend weiter. Diesmal musste mit Wissen gegen die Werwölfe gekämpft werden. Bei der großen Werwolfshow in der Turnhalle, mussten die verschiedenen Teams zeigen, was in ihren Köpfen steckt. Dabei ging es in zehn verschiedenen Kategorien darum, die meisten Punkte zu sammeln. Pro Spielrunde wurde ein Teammitglied ins Rennen geschickt. Zunächst mussten zwei Fragen beantwortet werden, bevor es eine Challenge gab. In den Challenges mussten zum Beispiel Papierflieger gebastelt, Bälle in Tore geschossen oder möglichst viele Memes genannt werden. [Memes sind übrigens diese kleinen Ausschnitte aus Videos, die nicht unbedingt lustig gemeint waren, es aber durch das verbreiten im Internet geworden sind, z. B. „Halt stop! Jetzt rede ich“ (Andreas von Frauentausch) oder „Zerrrrrroooooo“ (Mitten im Leben)]

Nach dem erfolgreichen Ende der Show ging es für die Teilnehmenden in Bett oder was sie halt als solches definieren, wenn es um die Nachtruhe geht. Auf Grund der Uhrzeit gab es heute keine Andacht.