Heute morgen war es ziemlich ruhig auf den Fluren, denn es stand unser Ausschlaftag an. Gerüchte sagen, dass ca. 8 Personen beim Frühstück waren, wovon die Hälfte danach nochmal ein Schläfchen gemacht hat. Der Vormittag verlief heute also unspektakulär. Das ändert sich aber, als der Reisebus um 14 Uhr vorfuhr, um den Großteil der Gruppe ins Storecenter (ein Shoppingparadies) zu bringen. Unseren beiden Kleinbusse machten sich auf den Weg ins Zentrum von Kolding.
Im Storecenter bekam man alles, was das Herz begehrte: Klamotten, Süßigkeiten und Essen. Wer sich übrigens fragt, ob wir nix zu essen bekommen oder warum sich alle Pommes oder ähnliches geholt haben – man weiß es nicht. Wobei es nicht an unserem Küchenteam liegen kann, denn die kochen jeden Tag frisch für uns. Die Zeit dort verging wie im Flug, sodass wir uns gegen 17 Uhr mit vollen Tüten und leeren Geldbeuteln wieder auf den Weg zurück machten. Die anderen erkundeten in dieser Zeit die Innenstadt von Kolding. Kolding ist übrigens mit 63.664 Einwohnern die zehntgrößte Stadt Dänemarks.
Wer sich übrigens beim Ausflug den Bauch vollgeschlagen hat, hatte einen großen Fehler begangen, denn heute gab es Döner zum Abendessen. Und auch hier gab es wieder nur eine Frage: Wie viel kann man in ein solches Dönerbrötchen packen, bevor es auseinanderbricht? Am Ende des Abendessen gab es einen intensiv geprobten Auftritt, mit welchem das morgige LipSync-Battle angekündigt wurde. [Für die Älteren: Wir machen eine Mini-Playback-Show ;)]
Am Abend stand heute eine Überraschung an. In den vergangenen Tagen hatten die Mitarbeitenden einen besonderen Gottesdienst geplant – nämlich einen Disneygottesdienst. Im Leben stellen wir uns viele Fragen: Wonach sehne ich mich? Wage ich den nächsten Schritt? Wer geht mit mir? Wo erfahre ich Liebe? Was passiert, wenn sich eine Tür schließt? Was bleibt von mir? Bin ich gut genug?
Vielleicht können uns bei diesen Fragen ausgerechnet Disneyfilme ein bisschen auf die Sprünge helfen. Denn wenn man genauer hinschaut, erzählen viele dieser Geschichten von genau diesen Fragen.
So ging es mit Lieder von Vaiana, Frozen, König der Löwen, Toy Story, Coco und Highschool Musical auf eine Reise durch unser Leben. Mit persönlichen Impulsen und Bibelversen versuchten die Mitarbeitenden von ihren persönlichen Erfahrungen zu erzählen und mögliche Antworten für die Fragen zu finden. Im Finale sangen alle Mitarbeitenden zusammen „This is me“ aus „The Greatest Showman“. Der Song ermutigt dazu, zu sich selbst zu stehen, sich nicht von den Erwartungen oder Urteilen anderer bestimmen zu lassen und den eigenen Wert zu erkennen. Der Song macht Mut, sich selbstbewusst zu zeigen, mit den eigenen Stärken und Schwächen anzunehmen und zu sagen: „So bin ich – und das ist gut so.“ Die bekannten Melodien luden alle zum Mitsingen ein und trugen zu einer guten Stimmung bei.
Der Abend wurde von der Abendandacht von Merle und Juli abrundet. Da es die letzten Tage wirklich lange brauchte, bis das eigene Bett gefunden wurde, bezogen die Mitarbeitenden heute Stellung auf den Fluren. Zumindest augenscheinlich war es heute ab Mitternacht ruhig.
























