„Bier ist Menschenwerk, Wein aber ist von Gott!“ – Martin Luther
Heute sind wir ziemlich trüb in den Tag gestartet und dabei spreche ich nicht nur vom Wetter. Der Schlafmangel der letzten Tage wird jetzt ganz schön sichtbar. Die Gruppenstunden waren deshalb an der ein oder anderen Stelle ein Kampf mit müden Kriegern. Dabei war der heutige Bibeltext gar nicht so einfach zu verstehen. Es ging um das Wort: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5). An den Text anschließend beschäftigten wir uns mit Fragen wie „Wie kann eine Verbindung zu Jesus aussehen?“ „Was passiert, wenn ich mal keine Frucht bringe?“. Dabei sollte im Kern mitgenommen werden, dass wir Jesus hiermit keinen Leistungsdruck auslösen möchte, sondern vielmehr das Versprechen gibt, dass wenn wir mit ihm verbunden bleiben, wir Frucht bringen können.
Leider blieb der Himmel den ganzen Tag ziemlich verhangen, weshalb es heute ein ganz gemütlicher Sonntag wurde. Ein Teil unserer Mitarbeitenden schaute sich schon mal die Innenstadt von Kolding an. Dabei stellte sich heraus, dass in Dänemark vieles Sonntags auf hat, aber scheinbar nix davon in der Innenstadt von Kolding ist. Auf dem Gelände ging es vor allem sportlich zu. Marcus macht sich mit ca. 15 Leuten wieder auf den Weg rund ums Gelände. Luke und Marlene boten in der Sporthalle Paartanz an. Gerüchte sagen, dass sich hier der eine oder andere nochmal besser kennenlernen konnte. Wem das aber zu viel Action war, der konnte beim Batiken mit Angelina etwas entspannen.
Beim Abendessen ging unser legendäres Eintopfduell in die dritte Runde. Nachdem im letzten Jahr nur zwei Kontrahenten angetreten sind, wiederholte sich nun die Besetzung von 2024. Titelverteidiger Schü trat wieder mit seiner Erbsensuppe an, Tobi wagte sich an ein Curry mit Tofu und Hendrik macht Käse-Lauch-Suppe mit vegetarischem Hack. Beim Essen wurden die Teller hin- und hergereicht, damit jeder mal alles probieren konnte, denn am Ende konnte für den besten Topf abgestimmt werden. Das amtliche Endergebnis zeigt folgende Platzierungen:
1. Platz Tobis Curry (34 Stimmen)
2. Platz Hendrik Käse-Lauch-Suppe (14 Stimmen)
3. Platz Schüs Erbsensuppe (6 Stimmen)
Unser Titelverteidiger musste sich damit geschlagen geben.
Kurz vor dem Meeting könnte man sagen, dass Gott uns noch ein kleines Zeichen schickte. Nachdem es den ganzen Tag nur dunkel und nass war, gab es kurz vorm Meeting einen Regenboden, der vielleicht auch uns heute daran erinnern soll, dass Gott da ist und mit uns in Verbindung steht.
Am Abend fand unser Kreuzabend statt. An diesem Abend geht es thematisch um Jesu Tod. Johannes erzählte uns die Geschichte von einem Jünger, der eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle durchmachte. Zunächst die tiefe Freundschaft mit Jesu, wenn sie zusammen das Brot brechen, dann Jesu Tod, der Unverständnis und Traurigkeit bei der Jüngern auslöste und dann die Geschichte, wo Jesus ihnen auf dem Weg nach Emmaus begegnet und sie ihn im Brotbrechen erkennen. Im Anschluss an das Meeting gab es Raum zum Nachdenken. An verschiedenen Stationen konnte man über sich, Gott und andere nachdenken. So konnte man eine Kerze für einen Geliebten anzünden, seine Wunden auf ein Pflaster schreiben und diese ans Kreuz bringen, sich segnen oder für sich beten lassen und einen Brief an sein zukünftiges Ich schreiben. Der Abend wurde mit der Abendandacht von Yvaine abgeschlossen.
Im Meeting wurde dann die wohl schönste Nachricht des Tages verkündet, denn morgen darf ausgeschlafen werden. Das erste Pflichtprogramm startet um 13.45 Uhr.
















