„Die Nacht bricht herein. Das Dorf schläft ein. Die Werwölfe erwachen und suchen ihr nächstes Opfer.“

Ein weiterer Morgen mit Sonnenschein beendete die letzte – wieder sehr kurze – Nacht. Gestärkt vom Frühstück ging es dann in den Meetingraum, wo heute mit Kindergottesdienstliedern gestartet wurde. Nachdem wir unsere Rakete gezündet und ein wundervolles Feuerwerk hervorgezaubert haben, ging es auf die Regenbogenstraße.

Im Anschluss ging es für uns gedanklich in den Düsterwald. Zum Start unserer Olympiade gab es ein Liveschauspiel der Mitarbeitenden, in welchem in das Thema der diesjährigen Olympiade eingeführt wurde. Das Spiel „Werwölfe vom Düsterwald“ ist ein beliebtes Spiel auf unseren Freizeiten, bei welchem jeder eine persönliche Rolle zugelost bekommt und entsprechend versuchen muss die gegnerische Partei auszulöschen, ohne selbst erkannt zu werden. Bei diesem Spiel spielen Dorfbewohner (Seher, Hexe, Jäger, Amor, Blinzelmädchen, ….) und Werwölfe gegeneinander. Die Geschichte der Olympiade orientiert sich an diesem Spielprinzip. Nachdem sich die einzelnen Rollen aufgetreten sind, wurde das Dorf von den Werwölfen überfallen und alle außer dem Blinzelmädchen wurde getötet. In den Stadtarchiven liegt seit Jahrhunderten verschlossen, von welchem der Dorfbewohner die einzelnen Teilnehmenden abstammen. In ihren Gruppen müssen sie versuchen die Werwölfe zu bekämpfen und damit das Dorf zu retten.

Nachdem jeder Teilnehmende seine persönliche Abstammungskarte aus dem Stadtarchiv erhalten hatte, musste sie einige vom Bürgermeister gestellte Aufgaben lösen, um ihre Rolle sichtbar zu machen. So müssen eine Gruppenspielkarte, ein Trikot, eine Choreographie, ein Accessoire und ein Schlachtruf erarbeitet werden. Dafür stand der komplette Tag bis zum Abendessen zur Verfügung. Nach kurzen Lagebesprechungen wurden die Teilnehmenden aktiv. Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich das Gelände in eine riesige Arbeitsfläche. Die Musik der Choreos schallte über das Gelände und der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Da die Teilnehmenden heute gut selbstständig beschäftigt waren, gab es für unsere Mitarbeitenden das ein oder andere wohlverdiente Mittagsschläfchen (#waspfarrersomachen). Denn wenn die Nacht für die Teilnehmenden kurz ist, ist sie für die Mitarbeitenden noch kürzer.

Da aber neben der Arbeit auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen sollte, wurde auch heute wieder im Fjord gebadet. Wobei ein „Reinspringen-frieren-direkt-wieder-raus-gehen“ es wohl besser trifft, denn unten am Wasser war es heute ganz schön windig.

Das Küchenrätsel folgte heute dem Prinzip von „4-Bilder-1-Wort“. Wer erkennen konnte, was der Zusammenhang zwischen den vier Theaternamen war (Lösung: alle stehen in Hamburg), fand heraus, dass es heute Burger geben sollte. Einige Eindrücke vom Burgeressen finden sich in der Galerie.

Im Meeting am Abend hörten wir die Geschichte von der Frau am Jakobsbrunnen. Ihre Geschichte ist lang und nicht unbedingt von schönen Erlebnissen geprägt. Sie schämt sich, wenn sie andere trifft, weil sie sie für ihre Geschichte verurteilen. Doch dann trifft sie auf Jesus, der für sie wie eine „Wonderwall“ ist. Er schaut sie an, obwohl er ihre Geschichte kennt. Und auch wir werden von Gott gesehen, egal wie unsere Geschichte ist. Passend zu der Geschichte von der „Wonderwall“ haben wir dann im Meeting auch das gleichnamige Lied von Oasis gesungen.

Am Abend gab es dann die Präsentation des Kreativtags. In der Turnhalle mussten alle Gruppen die Ergebnisse ihres Kreativtags vor der Jury präsentieren. Hier gab es einiges zu bestaunen, denn wer denkt, dass eine Choreographie nur aus 3 Schritten besteht, der vertut sich. Wir durften choreographische Höchstleitungen betrachten, bei denen wirklich alle mitgemacht haben. [Hier zeigt sich, welch tolle Gemeinschaft wir schon in den letzten Tagen geworden sind, da sich niemand geschämt hat persönliche Grenzen zu überwinden.] Für jede Kategorie vergab die Jury ihre Punkte. Während diese sich zur Beratung zurückzog, ging es für uns auf eine wilde Reise durch 6 Jahre Freizeittanz. Böse Zungen behaupten, dass sich zwischen den einzelnen Tänzen ein Muster erkennen lässt, wir sagen, dass das Bewegungsmaterial bekannt ist. Zumindest konnte alle auch ihnen unbekannte Tänze sofort mittanzen. Der diesjährige Tanz ist übrigens zu Hula Hoop von Omi (Zum Nachhören: https://www.youtube.com/watch?v=2s9Nz8uWeAA&list=RD2s9Nz8uWeAA&start_radio=1). Nach abgeschlossener Beratung wurden die Ergebnisse vorgestellt und das Dorf in die Nacht entlassen. In den nächsten Tagen heißt es also weitere Aufgaben lösen, um die Werwölfe aus dem Dorf zu vertreiben.

Der Abend wurde von der Abendandacht von Marius und Leif abgeschlossen.