„Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ – Richard David Precht

Heute begann unser erster ganzer Tag in Kolding. Der Himmel war zwar ziemlich bewölkt, aber die Laune dafür umso besser. Manchen hat man jedoch die doch recht kurze Nacht angesehen. Beim Frühstück konnten sich dann aber alle erstmal für den Tag stärken. Wie jedes Jahr backen wir jeden Tag frisches Brot zum Frühstück.

Da wir für alles im Haus selbstverantwortlich sind, wurden heute die ersten Dienste verteilt. Zimmerweise wurde dich also um die Küche und die Badezimmer gekümmert. Wichtigste Regel für die Eimer zum Putzen: Rot ist Kot (Toilette) und Grün ist rein (Waschbecken+Dusche). Im besten Fall einfach niemals verwechseln. Die Gesichter der ersten Putztruppen amüsierte den ein oder anderen Teamer.

Anschließend stiegen wir auch inhaltlich in den Tag ein. Beim gemeinsamen Start stellten sich die Teamer mit einem hochprofessionell gefilmten Video vor, in welchem sie sich Sitcom-ähnlich präsentierten. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit den Ich-Bin-Worten von Jesus. Doch bevor wir mehr über diese Worte erfahren, beschäftigten wir uns erstmal mit der Frage, wer wir eigentlich sind. In den zusammengefundenen Kleingruppen wurde erste Guilty Pleasures (geheime Leidenschaften) und über den aktuellen Stand im Glauben ausgetauscht. Zum Schluss drehte jede Gruppe ein eigenes Vorstellungsvideo, welches am Abend im Meeting gezeigt wurde.

Der Nachmittag konnte heute ganz individuell genutzt werden. Einige nutzten die Zeit nach dem Mittagessen, um den Schlaf der vergangenen Nacht aufzuholen, andere spielten Beachvolleyball oder Gesellschaftsspiele und ein paar Leute machten gemeinsam Musik. Außerdem gab es die erste Erkundungsfahrt in die Notaufnahme Kolding. Bis auf einen kleinen Verband geht es allen gut, aber wir denken, dass so schnell keiner mehr angeln wird…

Wer das tägliche Küchenrätsel gelöst hatte, wusste, dass es heute Of(f)enkartoffeln geben sollte. Die Kartoffeln konnte nach Lust und Laune mit verschiedenen Toppings verfeinert werden. Hungrig blieb dabei keiner.

Beim Meeting am Abend ging es in Angelinas Predigt um das Thema Gemeinschaft. Schon in der Bibel wird immer wieder davon gesprochen, dass Menschen zusammenkommen und diese leben. Wahre Gemeinschaft fängt da an, wo wir Menschen aufhören zu sortieren. Jesus selbst ist immer wieder zu den Übersehenen gegangen und hat mit ihnen Zeit verbracht. Gott spricht uns immer wieder zu, dass auch wir zu dieser Gemeinschaft gehören.

Nach dem Meeting gab es bei einigen Spielen die Möglichkeit unsere Gemeinschaft noch besser kennenzulernen. Auch wenn der ein oder andere die Regeln nicht so genau nahm, wurde viel zusammen gelacht und gespielt. Hierbei konnte dann auch unsere große Turnhalle noch etwas kennengelernt werden.

Den Abend konnte man bei der Abendandacht von Felix noch ruhig ausklingen lassen.